Christian Wöhrl

Peter Wickert

Alles, was zum ­digitalen Instrumentarium eines Grafikers gehört, betreibe ich nach Feierabend als „Ausgleichssport“ auf die jeweils traditionelle, analoge Art. Denn so praktisch modernes Desktop Publishing im Alltag ist: An Monitor und Maus fühlen sich Gestaltung, Satz und Bildbearbeitung immer gleich und auf Dauer ein bisschen langweilig an. Das vielfältige sinnliche Vergnügen handwerklichen Arbeitens kann Kollege Computer einfach nicht bieten. 

Deshalb sind in meinem Keller eine Setzgasse mit Blei- und Holzlettern, diverse Hoch- und Tiefdruckpressen sowie eine Schwarzweiß-Dunkelkammer in reger Benutzung. Und auch die Mittel- und Großformatkameras, mit denen ich das Ausgangsmaterial meiner grafischen Arbeiten, oft Cyanotypien oder Fotoradierungen, erstelle, sind mehrheitlich 50, teils gar über 100 Jahre alt – oder mit Säge und Oberfräse selbstgebaut. 

Jahrgang 1969

Studium an der Hamburger Akademie für Kommunikationsdesign und Art Direction

20 Jahre tätig als Produktionsredakteur bei Hamburger Zeitungen und Zeitschriften (WELT am SONNTAG, ComputerBILD)

Seit 2012 selbstständig als Print-Gestalter für Buchverlage und Selbstverleger

Büro: https://feingedrucktes.de

Werkstatt: http://h4ndw3rk.de